Wukania Newsliste

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Selbstverständnis

Unser Selbstverständnis ist ein dynamisches Statut. Es zeigt einerseits unsere erarbeiteten Grundsätze auf, andererseits entwickelt es sich mit dem Projektehof ständig weiter.

Neue Wege

Wir lassen uns auf ein andersartiges, enges Zusammenleben ein. In kollektiver Selbstverwirklichung wollen wir unsere gemeinsamen und individuellen Träume und Wünsche verwirklichen und uns gegenseitig dabei unterstützen. Wir haben uns dafür einen Ort gesucht und bauen ihn zu einem Projektehof aus. Soweit der Platz reicht, sind wir offen für Menschen, die bei uns mitmachen wollen und unsere Ziele teilen. Wir wollen uns nicht auf typische Missstände des menschlichen „Zusammenlebens“ einlassen: Ausgrenzung, Vereinsamung, Unterbuttern, Hintergehen, Übergehen, Verantwortungslosigkeit, Vormachtstellung, Eigentumszwistigkeit.

Wir gestalten die Welt. Die Ideen dazu kommen aus unseren eigenen Köpfen. Zusammen anpacken, wovor wir als Einzelne zurückschrecken. Dieses für jede_n individuell gefärbte Motiv hat sich zu einem gemeinsam ausgesprochenen Ziel entwickelt. Unsere Vorstellung vom Zusammenleben ist realisierbar und öffnet auch anderen den Blick für eine positive Lebenskultur. Und dies nicht zu letzt, weil wir bekannt und geliebt (auch gefürchtet ;-) sind und gebraucht werden und weil wir einfach Lust darauf haben, ein Stück Biesenthal zu sein. Die enge Verbundenheit mit unserer Heimat und die Sehnsucht nach mehr Freiraum in der Nähe von Berlin lassen unser Herz für unsere Region schlagen.

Gemeinschaft leben

Auch in schwierigen Situationen wollen wir gemeinsam für einander einstehen. Das Zusammenleben wollen wir auch für Menschen möglich machen, die finanziell weniger gut gepolstert sind. Lediglich das Aufkommen einer Gesamtsumme zur Finanzierung des Objektes ist bindend für die Gesamtheit der Wukanier_innen.
Wir schätzen das Zusammenleben als „Wert-an-sich“ sehr hoch, denn es macht uns persönlich stark. Der Austausch untereinander bedeutet uns sehr viel. Dadurch leben wir uns nicht auseinander sondern wachsen zusammen. Wir haben deshalb beschlossen, einen großen Teil unseres Lebensraumes als Gemeinschaftsräume zu gestalten, wo wir zusammen wohnen, essen, kreativ sein und arbeiten können. Trotzdem wird jeder_m soviel persönlicher Freiraum gelassen, dass er/sie sich durch die Gemeinschaft nicht bedrängt fühlt. Das ist unsrere Lebensqualität.
Wir entscheiden uns bewusst für eine alternative Form des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft gegenüber der dem  Wohnen im Einfamilienhaus bzw. im anonymen Mieterverband. Keine soziale Staffelung, sondern Gleichberechtigung aller auf dem Projektehof und in den Projekten sind wichtig. Kinder werden frühzeitig in Entscheidungsprozesse einbezogen und gleichwürdig behandelt.
Wer nicht mehr mit uns zusammenleben möchte, kann sich ohne Weiteres entscheiden, aus seinem Projekt auszutreten und den Hof zu verlassen. Ein Austreten aus der Gemeinschaft soll immer unkompliziert und ohne Auflagen für alle Beteiligten möglich sein. Es ist für uns selbstverständlich, dass sich Menschen verändern und neue Herausforderungen suchen. Andersherum kann natürlich jede_r solange im Projekt bleiben, wie er/sie will.
Aus dem Projekt ausgeschlossen werden kann jemand nur im gemeinschaftlichen Konsens und unter der Bedingung, dass durch seine Handlungen das Ziel und die gemeinschaftliche Ausrichtung des Projektes nachhaltig gefährdet werden.

Umweltbewusstsein

Dieses ist von Wukanier_in zu Wukanier_in unterschiedlich ausgeprägt. Grundsätzlich wollen wir möglichst ökologisch handeln, solange unsere Finanzen es gestatten. Dies bedeutet resourcensparend zu wirtschaften, Baumaterialien wiederzuverwenden und nachhaltig einzusetzen. Der Projektehof soll langfristig ökologisch ausgebaut werden. Dies bezieht sich vor allem auf Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallproduktion. Durch geeignete Maßnahmen (Brauchwassernutzung, Heizen mit regenerativer Energie, Mülltrennung, Kompostierung) soll dies erreicht werden.

politisches Selbstverständnis

  • Wir wollen, auch in kleinem Rahmen, gleichberechtigt und konsens-demokratisch handeln.
  • Wir sind offen für kulturelle Diversität.
  • Wir sind gegen besitzbezogene Vormachtstellungen in unserem Projekt.
  • Wir sind gegen Ausländerfeindlichkeit und Unterdrückung.

Entscheidungsfindung

Entscheidungen gemeinsam treffen, im Konsens treffen. Bisher hat dies mal gut funktioniert, mal noch nicht so gut. Wir bemühen uns, nach einer angemessenen Diskussion zügig Entscheidungen zu treffen, obwohl dies nicht immer einfach ist. Jede_r Wukanier_in hat gleiches Stimmrecht bei Entscheidungsprozessen. Große Entscheidungen werden mit dem gesamten Hof entschieden. Für bestimmte Sachverhalte (z. B. Verwaltungskram, alltägliche Aufgaben, Einzelprojekte, ...) wird Verantwortung an Einzelne oder Kleingruppen übergeben. Diese können dann im eigenen Ermessen Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf einen bestimmten Teilbereich des Projektehofes haben. Diese Entscheindungen können jedoch (soweit möglich) jederzeit vom gesamten Projektehof revidiert werden.

Offenheit

Nicht autark und abgeschottet vor uns hindümpeln, sondern offen sein für Anregungen und Neugierde von außen. Wir sind bereits in vielfältige Aktivitäten und durch persönliche Kontakte in Biesenthal und Umgebung eingebunden. So engagieren sich Leute von uns an verschiedensten Stellen:

  • Umweltgruppe Ökogeist e.V.,
  • Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg,
  • Alternative Jugendliste Bernau,
  • Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik,
  • Bernauer Jugendtreff Dosto,
  • Demokratisches JugendFORUM Brandenburg,
  • Deserteurdenkmal Bernau,
  • Rückenwind - Bildung in Bewegung e.V.,
  • Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt

Durch die vielseitigen Kontakte findet eine Auseinandersetzung mit dem Projektehof Wukania in der näheren Umgebung statt.

Wann wäre Wukania gescheitert?

  • Wenn Blockaden bei Entscheidungen zu einer dauerhaften Krise führen.
  • Wenn Einzelne immerzu ihre Entscheidungen durchsetzen, einige mehr zu sagen haben als andere.
  • Wenn es eine Gewaltenteilung in Ausführer und Beschließer gibt.
  • Wenn der Hof keine Außenwirkung mehr besitzt, uns niemand mehr wahrnimmt.
  • Wenn die Lebensqualtität in Wukania nicht mehr akzeptabel ist.
  • Wenn keine_r mehr Zeit für Projekte hat.
  • Wenn sich Wukania in Teilgruppen zersplittert, die nichts mehr miteinander zu tun haben wollen.
  • Wenn wir uns nicht mehr miteinander auseinander setzen.
  • Wenn Projekte sich auf Kosten anderer bereichern und so Leidensdruck durch soziale Ausbeutung entsteht.
  • Wenn Wukania nur noch durch Selbstausbeutung aufrecht erhalten wird.
  • Wenn der ökologische Grundgedanke nicht mehr berücksichtigt wird.
sxshentai.com